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13.09.2015 / 20:00 Uhr

Öffentliche Fraktionssitzung
Bräuwerck Stuckzimmer


 

Christopher Schröder
ist neuer Vorsitzender
der Freien Wähler Ndf.

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(Foto: Horst Wunner)

 

Ehrung verdienter Mitglieder
durch den Landesverband

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(Foto: Horst Wunner)

Neue Aktion der
Freien Wählerschaft

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(Foto: Horst Wunner)

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Willkommen auf der Homepage der Freien Wählerschaft Neudrossenfeld!

 

 Wir sind für Sie da: sachbezogen - unabhängig - bürgernah 

 


Baugebiet Dreschenau - Streit über noch ungelegte Eier!

 

Es ist schon verwunderlich, welche Reaktionen die geplante Änderung eines Flächennutzungsplanes hervorrufen kann und wie emotional rechtliche Verfahrensschritte einfach ausgeblendet werden.

Zum aktuellen Fall:

Der Drossenfelder Gemeinderat hat sich bereits mehrfach mit dem Thema „Schaffung von Baugebieten“ befasst. Von der Verwaltung wurden die Erweiterung des Baugebietes „Am Wald“ in Richtung Pechgraben und die Schaffung eines neuen Baugebietes in Richtung Dreschenau vorgeschlagen. Während das  Gebiet an der Schule offensichtlich befürwortet wird, kochen beim Thema Baugebiet Dreschenau die Emotionen hoch. Es folgten teils schlecht recherchierte Presseberichte, Leserbriefe, dem Bürgermeister wurde eine Unterschriftenliste übergeben, es bahnt sich die Gründung einer Bürgerinitiative an. Die Gegner befürchten die Zerstörung der Natur, bemängeln die schlechte Verkehrsanbindung, sehen die Landwirte in ihrer Existenz bedroht.

Aber betreffen diese Bedenken nicht auch das Baugebiet am Wald? Die Verkehrsanbindung erfolgt durch die jetzt schon überlastete Ledergasse, landwirtschaftliche Nutzflächen werden zum Wohnbaugebiet umgewandelt, weniger Platz für Rehe, Hasen und sonstiges Getier und das Regenwasser muss aufwendig zurückgehalten werden, damit der „Gänswinkel“ nicht gefährdet wird. Sind das nicht die Folgen eines jeden Neubaugebietes - auch bei den vorgeschlagenen Flächen in Richtung Waldau oder bei Pechgraben?

Fakt ist, die Gemeinde Neudrossenfeld braucht bezahlbare Flächen für Bauwillige. Dem demografischen Wandel muss entgegen gewirkt werden, wenn die kommunalen Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Schule auf Dauer erhalten werden sollen. Die vorhandenen Baulücken in den Außenorten stehen leider nicht im Eigentum der Gemeinde und private Grundstücksverkäufe gibt es offensichtlich nicht.

Und auch die früheren Baugebiete, wie z.B. Lerchenfeld, Weinberg, Kantnersleite, Itzgrund, Pechgraben, Unterobsang, Neuenreuth, Altdrossenfeld, Am Jurablick usw. lagen alle außerhalb der ursprünglichen Bebauung und bestehende Natur wurde in Bauland umgewandelt. Neubürger wurden auch dort zu Einheimischen.

Aber kann nicht ein schön angelegtes Baugebiet auch wieder ein Stück Natur sein? Gerade in der Gemeinde Neudrossenfeld wurde das immer wieder bewiesen. Und manche, die sich heute gegen das Baugebiet in Richtung Dreschenau aussprechen, waren damals froh, dass Äcker und Wiesen in Bauland umgewandelt wurden und sie einen schönen Bauplatz in einem naturnahen Baugebiet ergattern konnten. Klingt da nicht etwas Egoismus heraus? Ist heute schlecht was damals gut war?

Und wo stünde die Gemeinde Neudrossenfeld heute ohne die in den letzten 40 Jahren ausgewiesenen Baugebiete? Im Jahr 1980 zählte die Gemeinde gerade einmal 2.778 Einwohner, im Jahr 2005 waren es fast 4.000. Seitdem ist die Einwohnerentwicklung rückläufig. Heute sind nur noch rund 3.835 Bürger mit Hauptwohnung hier gemeldet. Wohin müssten unsere Kinder in die Schule gehen? Wie würde es im Ortskern aussehen? Wie leistungsstark wäre unsere Kommune? Wie weit wäre unsere Infrastruktur? Wie hoch wären unsere Wasser- und Abwassergebühren? Welche Steuerzuweisungen würden wir erhalten? All dies ist abhängig von der Einwohnerzahl und nicht von Emotionen, auch wenn diese teilweise nachvollziehbar sind.

Aber wie gesagt:

Die Verwaltung wurde bisher nur beauftragt, einen Entwurf der Flächennutzungsplanänderung mit entsprechender Begründung auszuarbeiten und dem Gemeinderat zur Billigung und Beschluss über die öffentliche Auslegung vorzulegen. Dabei sollen auch die von den Bürgern vorgetragenen Anregungen und Bedenken in die Abwägung und Planbegründung einfließen. Über diese Flächennutzungsplanänderung, die Voraussetzung für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist, muss erst das Landratsamt Kulmbach entscheiden.

Wir Freien Wähler sind der Auffassung, dass natürlich die Bedenken der Gegner ernst genommen werden. Allerdings muss auch das Wohl der gesamten Gemeinde im Vordergrund stehen – hierauf haben alle Gemeinderäte bei Amtsantritt einen Eid geleistet. Und das „St. Florians Prinzip“ ist hier völlig fehl am Platze!


Aber es gibt auch Befürworter des geplanten Baugebietes (für weitere Infos nachstehenden Link folgen):

https://www.change.org/p/gemeinde-neudrossenfeld-bauland-bei-dreschenau-ausweisen-vor-allem-f%C3%BCr-junge-familien